Drum and Bass

Das Kernelement des Drum 'n' Bass ist der Breakbeat. Anders als bei Techno und House hört man keine durchgehende gerade Bassdrum, sondern komplexe, "gebrochene" Rhythmen. Kombiniert werden diese hektisch wirbelnden Grooves mit extrem tiefen, vom Gehör nicht wahrnehmbaren subsonischen Bässen. Diese Stilmittel fanden sich vor der Entstehung von Drum 'n' Bass bereits im sogenannten "Jungle"-Sound. Dieses - wie Drum 'n' Bass - in London entstandene Genre, orientierte sich noch stärker an Reggae, Ragga und den MC-Performances des HipHop. Seit 1994 bezeichnet Drum 'n' Bass die technologisch fortschrittliche Spielart des Jungle. Die Klangforscher vom Londoner Metallheadz-Label (Goldie, Grooverider u.a.) entwickelten Drum 'n' Bass zu einer hochgradig komplexen, kühl und futuristisch klingenden Musik. Im Vordergrund stand die Klanginnovation, auch die Rhythmen wurden immer kleinteiliger. Allerdings litt darunter die Partytauglichkeit dieser Musik, weshalb die Bristoler Drum 'n' Bass-Künstler DJ Krust und Roni Size einen wieder tanzbareren, weniger maschinellen Sound entwickelten. Heute hat Drum 'n' Bass seine musikalische Innovationskraft weitestgehend verloren. Jedoch leben seine Stilelemente in anderen Musikrichtungen fort: In der Partymusik 2Step finden sich Breakbeats und tiefe Basslinien ebenso wieder wie in den avancierten R&B-Produktionen von Timbaland.

Goa
Progressive/Monotone