Ambient

"Ambient Music" lässt sich am besten mit "Umgebungsmusik" übersetzen. Gemeint ist damit eine Musikrichtung, die im Hintergrund bleibt und sich nicht durch eingängige Refrains oder prägnante Rhythmen aufdrängt. Das banalste Beispiel für "Ambient" ist wohl die süßliche Beschallung von Hotelfahrstühlen und -toiletten. "Ambient"-Musik schafft Atmosphären, die beiläufig wahrgenommen werden können. Das ehemalige Roxy Music-Mitglied Brian Eno hat den Begriff in die Musikgeschichte eingeführt: In den 70er Jahren veröffentlichte er seine unaufdringlichen musikalischen Rauminszenierungen (wie zum Beispiel "Music for Airports") bei dem eigens gegründeten Label "Ambient". Der wichtige Raumbezug dieser Musikrichtung findet sich aber bereits in der "Musique d'ameublement" ("Möbelmusik") des französischen Komponisten Eric Satie (1865-1925). Auch die 1948 von Pierre Schaeffer entwickelte "Musique Concrète" gilt als ein Vorläufer von "Ambient". Diese elektroakustische Tonbandmusik beruhte auf der Verarbeitung von alltäglichen Hintergrundgeräuschen und entsprach damit einem weiteren wichtigen Aspekt von "Ambient": der Gleichberechtigung aller Bereiche des Hörbaren. Seit Anfang der 90er Jahre werden speziell solche Spielarten von Techno, die ohne durchgehende Bass-Drum auskommen, als "Ambient" bezeichnet. Zu den Vorreitern zählen hier "The Orb" und der frühe "Aphex Twin". Meist wird "Ambient"-Musik in den Sitzlounges von Techno-Clubs gespielt.

Minimalistic Sound